TCM Diagnostik

Der TCM-Praktiker hat vier diagnostische Methoden.

Der erste Teil der Diagnose, die Inspektion, bezieht sich auf die visuelle Beurteilung des Geistes (z.B. durch Augen, Teint, Stimme) und des Körpers (z.B. durch Zungendiagnose).
Der zweite Teil besteht aus der Auskultation (Abhören) und der Geruchanalyse. Die Praktizierenden werden die Qualität von Sprache, Atem und anderen Geräuschen ihrer Patienten abhören und Gerüche wie die des Atems und Körpers sowie von Ausscheidungen wahrnehmen.
Der dritte Teil, die Untersuchung, ist der Prozess der Aufnahme einer umfassenden gesundheitlichen, sozialen, emotionalen und spirituellen Geschichte. Dazu gehört die Befragung über diverse Faktoren wie die Empfindungen von Hitze und Kälte, Schweiss, Ausscheidungen, Gehör, Durst, Schlaf, Verdauung, Emotionen und Energieniveau.

Die Palpation ist die vierte diagnostische Methode und umfasst die Pulsuntersuchung sowie die allgemeine Untersuchung des Körpers, insbesondere an den Akupunkturpunkten.

Akupunktur

Akupunktur beinhaltet die Stimulation spezifischer anatomischer Punkte. Das Hauptziel ist die Manipulation des Energieflusses durch den Körper. Das Stechen der Haut mit sehr feinen Nadeln ist die übliche Methode, aber die Anwender können auch Druck (Shiatsu), Reibung, Saugen, Wärme oder elektromagnetische Energie verwenden, um Punkte zu stimulieren.
Akupunktur ist wirksam bei der Behandlung von akuten und chronischen Schmerzen und Bewegungsstörungen. Darüber hinaus kann sie unter anderem für die unten aufgeführten Beschwerden/Erkrankungen angewendet werden:

• Atemwegs- und Herzkreislauferkrankungen
• Augen-, Ohren-, Nasen- und Halsprobleme
• Magen-Darm-Beschwerden
• Urogenitale Erkrankungen
• Hautkrankheiten
• Psychiatrische Probleme
• Suchtstörungen und Entzugssyndrome

Chinesische Kräutertherapie

Bei der chinesischen Kräutertherapie (Phytotherapie, Kräutermedizin) setzen TCM-Praktiker vor allem Heilpflanzen zur Therapie ein - Blätter, Blüten, Wurzeln oder Rinden. Selten werden auch mineralische oder tierische Substanzen (z.B. Muschelschalen) verwendet. Die Heilkräuter werden nach speziellen Kriterien unterschieden, zum Beispiel nach Geschmack, thermischen Eigenschaften, Organbezug oder Wirkung. Sie werden zur Vorbeugung von Krankheiten (z.B. Ginseng zur Stärkung) sowie bei akuten und chronischen Beschwerden eingesetzt. Jeder Patient erhält ein Rezept, das individuell und auf die Krankheitssituation zugeschnitten ist.

Moxibustion

Bei der Moxa-Therapie, auch Moxibution- oder Brenntherapie, wird brennendes Beifusskraut an lokalen Stellen des Körpers angewendet, um die Selbstheilungskräfte im Körper zu mobilisieren. Die Wärme dringt über die Akupunkturpunkte in den Körper ein. Es wird zwischen indirekten und direkten Anwendungen unterschieden. Das direkte Verfahren (direktes Auflegen des brennenden Krauts auf der Haut) sollte ausschliesslich durch Moxa-Therapeuten durchgeführt werden.

Schröpfen

Schröpfen ist eine traditionelle Form der Reiztherapie, die auf einem Unterdruck in den sogenannten Schröpfköpfen basiert, und regt das Immunsystem, den Stoffwechsel und den Lymphfluss an.  Der Unterdruck wird meist mithilfe von Schröpfgläsern erzeugt. Diese werden vor dem Aufsetzen durch eine Flamme im Inneren des Glases erwärmt, um ein Vakuum zu erzeugen. Hierdurch entsteht die therapeutische Saugwirkung. Alternativ können „feuerfreie“ Saugsysteme mit Handpumpen verwendet werden.

Nach der Schröpfbehandlung empfindet der Patient in der Regel ein angenehmes Gefühl, da der Stau bzw. die Fliesshindernisse behoben und die Gewebeverhältnisse wieder ausgeglichen sind.

Tuina-Massage

Energetisierende und sedierende Massagetechniken werden zur Behandlung und Linderung vieler Erkrankungen eingesetzt. Massagen erhöhen die Durchblutung und Lymphzirkulation und führen zu Schmerzlinderungen. Sie können dabei helfen, verletzte Gliedmassen und Gelenke wieder in Bewegung zu bringen und das Gleichgewicht wiederherzustellen. Massagen sind zudem eine wirksame Methode für den Abbau von Stress und Anspannung, was normalerweise zu einem Gefühl der Entspannung führt.

Diätetik

TCM-Praktiker empfehlen bestimmte Lebensmittel, um das innere Temperatur-Ungleichgewicht des Körpers auszugleichen. Die thermische Natur von Nahrungsmitteln wird dadurch beschrieben, wie sich eine Person nach dem Verzehr fühlt.

Jedes Lebensmittel hat sowohl Yin- als auch Yang-Energien, aber oft dominiert eine. Kühlende Lebensmittel sind Yin; das sind solche mit bitteren und salzigen Aromen. Wärmende Lebensmittel sind Yang, darunter zählen Lebensmittel mit scharfen und süssen Aromen. Wenn Menschen einen Überschuss an Yin haben, können sie träge, entspannt, ruhig, leicht übergewichtig und emotional empfindlich sein. Menschen mit einem Yang-Überschuss können angespannt, laut, hyperaktiv und aggressiv sein.

Wenn eine Person krank ist und die Symptome auf einen heissen Zustand hindeuten, sollte bei der Ernährung die Abkühlung des Körpers im Vordergrund stehen und umgekehrt.

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Swiss China TCM Center

Im Glattgarten 1, 8304 Wallisellen

Tel 043 336 77 26   

info@swisschina-tcmcenter.ch

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